Mercedes-Benz E-Class – Real-time Applikation

Kunde: Daimler AG

Jahr: 2016

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Mit VR die Kunden begeistern

Mercedes-Benz

Herausforderung: Erschaffen einer einzigartigen Erlebniswelt

Digitale Medien und soziale Netzwerke haben die Erwartungshaltung der Verbraucher grundlegend verändert. Beim Autokauf nutzen zwar 85 Prozent der Kunden weiterhin die klassischen Fachhändler-Touch-Points, doch Dreiviertel von ihnen sind laut McKinsey unzufrieden mit der dort gebotenen Erlebnisqualität. Für den Launch der neuen Mercedes E-Klasse schlug Daimler daher neue Wege ein: Durch den Einsatz innovativer Realtime-Gaming-Technologien sollte ein fotorealistisches Fahrzeugmodell entstehen, das potenziellen Kunden ein möglichst intensives Erlebnis der charakteristischen Qualitätsanmutung der neuen Mercedes-Generation verschafft. Und zwar in einer möglichst wirklichkeitsnahen Szenerie.

Anders als bei einem konventionell animierten Produktfilm sollte darüber hinaus die Möglichkeit zur interaktiven Echtzeitsteuerung über ein attraktives User Interface bestehen. Ganz so, wie es heutige Kunden von aufwändig gestalteten Adventure-Spielen her kennen. Interaktion vertieft das Virtual-Reality-Erlebnis und legt somit schon in einer frühen Phase der Kaufentscheidung den Keim für eine emotional getönte Bindung zum digital dargestellten Mercedes-Modell.

The next level of user experience

Real-time Solutions

Lösung: Intuitive Virtual-Reality-Interaktion

Als prädestinierter Partner für solche Ambitionen übernahm der CGI-Spezialist Mackevision die Entwicklung eines entsprechenden Datenmodells inklusive der digitalen Szenenaufbereitung. Zum Auftrag gehörte zudem die Kreation wirkungsvoller visueller Effekte sowie ein intuitives User Interface, das Car-Configuration- und Virtual-Reality-Elemente zu einer organischen Einheit verschmilzt. Mit der Oculus Rift kann der Nutzer sein Auto virtuell konfigurieren: So kann er beispielsweise die Farbe für das gewünschte E-Klasse-Modell anklicken oder zwischen verschiedenen Radgrößen und -varianten wählen. Das Fahrzeug lässt sich hin- und herdrehen, heranzoomen oder nach hinten in eine Totalansicht verschieben. Das Öffnen der Türen und des Kofferraums gibt dabei den Blick auf das Interieur frei – auf die Armaturen und die Polster. Die Mittelkonsole lässt sich öffnen und schließen, die Rücksitzbank umklappen und Lichter an und auschalten. Materialien und Farben sind ebenfalls veränderbar, zum Beispiel von schwarzem zu braunem Nappaleder. Besonders eindrucksvoll wirkt hierbei die Dynamic-Light-Funktion von Mackevision. Denn sie taucht den Fahrzeuginnenraum quasi in Nachtdunkel ein, während imposante Lichtreflexe die Raumkonturen auf cineastische Art hervorheben. Selbst den intelligenten Parkassistenten der Mercedes-Modelle kann ein Nutzer auf ganz natürliche Weise mit dem interaktiven Echtzeitmodell anhand eines Einparkmanövers virtuell durchspielen. Die Applikation kann auch remote beispielsweise über ein Tablet gesteuert werden. 

Umsetzung: Effizienz nach dem Pipeline-Prinzip

Die Highend-Visualisierung eines kompletten Automobils ist eine höchst komplexe Herausforderung. Mackevision ist technologisch in der Lage, fotorealistische Fahrzeugmodelle sowohl klassisch pre-rendered per CGI als auch in Echtzeit auf der Basis von CAD-Daten in beliebiger Detailtiefe zu generieren. Für die Mercedes-Modellierung flossen neben CAD-Daten auch Informationen aus dem Product Data Management ein – wobei das fertige Modell aus vielen Milliarden Datensätzen besteht. Zusammen mit dem nahtlos integrierten Configuration Backbone entstand so ein Mastermodell. Das Besondere am Pipeline-Konzept von Mackevision: Solche Mastermodelle können über alle Kanäle hinweg für verschiedene Anwendungen auf unterschiedlichsten Geräten angepasst werden.

Das ökonomische Pipeline-Prinzip, das eine Mehrfachverwendung von digitalem High-Quality-Content erlaubt, bewährte sich auch im Daimler-Projekt: Dank hoher Effizienz und professionellem Knowhow gelang es dem Team von Mackevision, das interaktive Echtzeit-Modell der E-Klasse in nur wenigen Wochen pünktlich zur Eröffnung des „Mercedes me“-Shops in Hamburg fertigzustellen.

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