Real-time Solutions: Ein digitaler Zwilling auf der Daimler-Messe

Aus Product Lifecycle wird Digital Lifecycle Management

Die Automobilindustrie gilt als Vorreiter, wenn es um den Einsatz innovativer Simulationstechnologien geht. Führenden Herstellern gelingt es damit seit langem, ihre Produktentwicklung zu beschleunigen und die Engineering-Kosten nachhaltig zu senken. Allerdings signalisieren herkömmliche Simulations-Lösungen noch lange nicht das Ende der Digitalisierung in der Automotive-Branche. Im Gegenteil: Das ganze Potenzial von Virtual Reality wird erst erkennbar, wenn digitale Konstruktions- und Fahrzeugdaten von Echtzeit-Anwendungen gleichsam zum Leben erweckt werden.

 

Solche Real-time Solutions bieten völlig neue Ansätze für die Interaktion zwischen Mensch und digitalisierten Produktmodellen. Sie transformieren das traditionelle Product Lifecycle Management in ein neues Digital Lifecycle Management. Und zwar durch einen Digital Twin – einen digitalen Zwilling, der jede Veränderung seines physischen Counterparts in Echtzeit mit- und nachvollzieht. Auf diese Weise erhalten reale Objekte und Prozesse ein virtuelles Software-Spiegelbild in der digitalen Welt. Digital Twins können daher genauso effizient wie eine Software und ihr Lebenszyklus gemanagt werden – einschließlich regelmäßiger Updates und permanenter Anpassung an neue Anforderungen und Umgebungsbedingungen.

Real-time Solutions von Mackevision

The next level of user experience

Mehr erfahren

Verbesserte Kooperation und agile Entwicklungsstrategien

Was dieser neue Schritt zur Verschmelzung von realer und virtueller Welt in der Automobilindustrie konkret bewirken kann, demonstrierte Mackevision auf dem Daimler EDM CAE Forum 2017 im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart mit einem digitalen Motor-Zwilling: Vor Ort stand auf der Messe ein virtuelles Abbild zur Verfügung, das Mackevision per Live-Visualisierung aus den originalen Konstruktionsdaten des Motors erzeugt hatte.

Der virtuelle Motor ließ sich im einfachsten Fall ganz konventionell per Cursor auf einem Bildschirm drehen, wenden und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Auch geometrische Schnitte an beliebiger Stelle und in jedem gewünschten Winkel waren problemlos möglich. Ohne weiteres ließ sich das aufgeschnittene Motormodell auch in Betrieb setzen – etwa, um das Verhalten bestimmter Motorteile bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu studieren.

Neben der konventionellen Bedienung per Touchscreen oder Maus ist die Lösung noch eindrucksvoller, wenn sie als echte Virtual-Reality-Anwendung genutzt wird: Hierbei kann sich der Nutzer als Avatar virtuell durch das digitalisierte Motormodell hindurchbewegen und es in jedem nur denkbaren Blickwinkel im Ruhezustand oder in Bewegung evaluieren. Wie das Modell des Daimlermotors in Stuttgart anschaulich demonstrierte, lässt sich der Workflow in der Produktentwicklung radikal verschlanken. Aber auch die Abstimmungswege zwischen Ingenieuren und Designern werden dank der gemeinsamen Interaktion mit dem digitalen Prototypen kürzer. Außerdem macht die frühzeitige Verfügbarkeit „lebendiger“ Digital-Prototypen endlich auch im Autobau den Weg frei für agile Entwicklungsstrategien, wie man sie von der modernen Softwareentwicklung her kennt.

 

Der Messe-Show-Case der neuen Real-time Solution von Mackevision konnte überzeugend darstellen, inwiefern der Echtzeit-Virtual-Reality-Ansatz hilft, den aktuellen Herausforderungen im Wettbewerb der Automobilindustrie besser gerecht zu werden. Denn signifikant verkürzte Entwicklungszyklen bedeuten entsprechend kürzere Markteinführungszeiten – und dies bei deutlich verringerten Kosten. Wichtig für die Abschätzung der dafür notwendigen Investitionen: Die auf der Messe demonstrierte Lösung von Mackevision generierte den Digital Twin komplett aus den ohnehin vorhandenen Konstruktionsdaten des Motors.

Fascinating Connections

Building bridges between your brand and your customer

Digital Lifecycle Management
Mehr erfahren